Hier wird über Kurioses, Bemerkenswertes, Empfehlenswertes berichtet.

 

9. Hessenladen in Berlin eröffnet

8. Der Kanzlerin schmeckt die Ahle Wurscht...

7. Der Bembel muss mal her...

6. Der hessische Mann ist begehrt...

5. Hessen auf der Grünen Woche 2017

4. Hessenbuuwetour und Apfelweinkelterei in Berlin

3. Es ist wieder Zeit zum Keltern...

2. So werd de Käs’ gesse

1. So mach ich die Grie Sooß...


9. Hessenladen in Berlin eröffnet...

Mit einem großen Baustellenfest wurde am 7.4. der

1. hessische Feinkostladen im Weinkeller Berlin eröffnet.

100 Bratwürste vertilgt, ne Menge Probierteller mit Wurst und Käse ausgegeben, ungezählte Äppler getrunken und eine große Anzahl wurstgefüllter Tüten am Ende nachhause getragen. Soweit zumindestens die ersten Daten der statistischen Auswertung des Baustellenfestes anlässlich der Eröffnung des Hessen Feinkostladens.
Mer muss net viel drum rede, es war einfach schee...
Den perfekten musikalischen Rahmen gab der Musikverein Runkel mit seinem Blasorchester. Man muss schon sagen, dass die 33 Frauen, Männer und Jugendlichen dem Fest einen würdigen Rahmen gaben, denn die Idee des Hessenladens steht wirklich am Anfang und es wird mit Sicherheit im Laufe der Zeit ein zentraler Treff- und Einkaufspunkt für uns Hessen in Berlin werden. Da wurde heute Großes begonnen !!!

8. Der Kanzlerin schmeckt die Ahle Wurscht

Einen tollen Erfolg erzielte Slow Food Mitglied und Slow Food Unterstützer Matthias Pflüger vom Convivium Nordhessen beim diesjährigen Sommerfest der Hessischen Landesvertretung. Matthias Pflüger konnte dem Stargast der Veranstaltung, Frau Bundeskanzlerin Merkel, publicitywirksam auf der Hauptbühne die nordhessische Ahle Wurscht überreichen. Frau Merkel gestand dabei ein, dass sie nicht so sehr auf dem hessischen Nationalgericht Handkäs stehe, aber dafür ein wirklicher Freund der hessischen Ahle Wurscht sei. SLOW FOOD Nordhessen hat die Ahle Wurscht als vom Aussterben bedrohtes Lebensmittel zum Passagier der Arche des Geschmackes gekürt und einen Förderverein gegründet, der sich um Qualitätssicherung, Sicherstellung der traditionellen Herstellungsmethoden und Wurschtkultur kümmert. Matthias Pflüger führt auch das vom SLOW FOOD Genussführer empfohlene Restaurant und den lebensmittelproduzierenden Betrieb Jausenstation (www.der-urgeschmack.de). Im Januar 2018 wird der Ei guude, wie ? Hessen-in-Berlin Stammtisch zusammen mit dem Convivum Nordhessen und dem Förderverein Veranstaltungen zur "Ahlen Wurscht" anbieten.


7. Der Bembel muss mal her...

Hessiches APFELWEINMUSEUM in Hanau geplant

ACH! (Apfelwein Centrum Hessen - Verein zur Förderung regionaler Apfelweinkultur e.V.) verfolgt schon seit einigen Jahren das Projekt eines Apfelweinmuseums. Die Mitglieder und Vorsitzender Jörg Stier können auf einen großen Fundus an Exponaten zurückgreifen, von denen die schönsten, aussagekräftigsten und spektakulärsten im geplanten Museum einen Platz finden sollen. Darunter sind natürlich der größte Bembel der Welt mit einem Fassungsvermögen von 690 Litern und das größte Gerippte der Welt, in das immerhin auch noch 84 Liter „Stöffche“ passen. Bembel und Geripptes sind Eigentum des ACH! und stehen derzeit als Dauerleihgabe im Main Genuss Laden der Kelterei Stier am Heumarkt direkt neben dem Hotel Riesen.

Das Projekt findet bei den politisch Verantwortlichen  im Landkreis Hanau große Unterstützung.

Bei mir hat es sofort den Gedanken ausgelöst "Der Bembel muss mal her...". Wäre doch toll, wenn wir das heiß geliebte Symbol hessicher Gemütlichkeit in der weltgrößten Ausgabe auch einmal in Berlin bestaunen könnten.

 


6. Der hessische Mann ist begehrt...

Die Titelzeile der

Berliner Zeitung am 8.2.17.

 

Was soll man da noch sagen...


5. HESSEN auf der GRÜNEN WOCHE

Für interessierte Hessen-in-Berlin Stammtischbesucher gab es jetzt die Möglichkeit von der hessischen Messeleitung über den Hessen-Stand auf der Grünen Woche geführt zu werden, sich die Konzeption erklären zu lassen und die kulinarischen Angebote des neuen gastronomischen Angebotes "Hesse Gadde" zu probieren.

Herr Mill, Beauftragter von "Gutes aus Hessen", nahm sich trotz des hektischen 1. Messetages, die Zeit für uns und berichtete z.B. über die Konzeption von "Gutes aus Hessen" und die damit verbundene Produktqualifizierung, die dem Trend der Regionalisierung zu 100 % entspricht. Er stellte uns den in Hessen bekannten Fernsehkoch Rainer Neidhart vor, der sofort Ambitionen zeigte, auch einmal in Berlin in einer Restaurantküche echt hessische Küche zu zelebrieren. Auf jeden Fall wurden die Visitenkarten ausgetauscht und man versprach spätestens zur nächsten Grünen Woche mit dem Berliner Hessenstammtisch eine kulinarische Aktion zu starten. Im VIP-Raum wurden einige vom Fernsehkoch zubereitete leckere hessische Speisen serviert, die ausgesprochen gut mundeten.

Kostproben konnten wir auch schon von der Fleischerei Kohl-Kramer nehmen, die ja am 26.1. dem "Ei guude, wie ? Hessen-in-Berlin Stammtisch ihre Produkte zur Verkostung präsentiert. Die Odenwälder Winzergenossenschaft lud uns noch zur Verkostung ein. Mit gelöster Zunge kam man schnell ins babbeln und es stellte sich heraus, dass die Großeltern der Winzerin meinen Vater als ambulanten Fischverkäufer kannten. Bei ihm hatten die Großeltern der Winzerin den Fisch gekauft, der der Enkelin so gut schmeckte.

Nach Messeschluss gab es dann den Empfang der hessischen Landesregierung zu der die hessische Landwirtschaftsministerin Frau Hinz einlud. Eine gute Gelegenheit die Ministerin und die vielen anwesenden Mitgliedern der hessischen Landesregierung und hessischen Abgeordneten im Bundestag mit dem Stammtisch-Flyer darüber zu informieren, dass der "Ei guude, wie ? Hessen-in-Berlin-Stammtisch" sich zur Speerspitze hessischer Gemütlichkeit in Berlin entwickelt hat.

 

Alles in allem, es lohnt sich auf jeden Fall den Hessenstand auf der Grünen Woche zu besuchen, zumal noch weitere Informationsstände, Verkaufs- und Probierstände hessischer Direktvermarkter die Kochshow, die Speisekarte vom Hesse-Gadde mit leckeren hess. Gerichten, Moderation vom HR-Moderator Kai Völker, Quiz und die Live- Band walk-a-tones ständig für gute Stimmung sorgen. Dazu gehört natürlich auch ein umfangreiches Getränkeangebot wie Apfelwein und Fruchtsäfte von der Kelterei Walther aus Bruchköbel, Odenwälder Wein  der Gebietswinzergenossenschaft Groß-Umstadt sowie Rheingauer Riesling, Bier aus garantiert Hessischer Braugerste von der Pfungstädter Brauerei, Bio-Milch aus der Upländer Bauernmolkerei sowie alkoholfreie Getränke von Rhön-Sprudel aus dem Biosphärenreservat.


4. Hessentour und Apfelweinkelterei in Berlin

 

Niko und Bernd, zwei echte Hessen aus den benachbarten Orten Offenbach und Babenhausen, haben sich in Berlin kennen gelernt und hier hessische Aktivitäten entwickelt. Die Informationen von hessen-in-berlin.de gaben ihnen dabei so manche Anregung, so auch zu einer von Lore und Bernd für Niko und seine Partnerin Gabi als Geburtstagsgeschenk organisierten Hessebuuwetour.

Die Vier staunten nicht schlecht darüber, wie viele hessische Spuren in Berlin zu finden sind. Neben kulturellen Aspekten wie Straßen mit hessischen Namen und die Gräber der Brüder Grimm stand natürlich auch die Erkundung von Speis und Trank auf der Routenliste. Dabei wurde leckere Odenwälder Bauernbutter und gute hessische Worscht bei Manufactum "brot&butter" am Ernst-Reuther-Platz entdeckt und verspeist, im Frischeparadies-Charlottenburg Grie Sooß und Käsfüß gekauft. Im WeinkellerTürk in Kreuzberg wurde der Ebbelwoi Emmaschoppen von der Kelterei Stier im hessischen Maintal kistenweise eingepackt.

Die Tour endete nach dem Leeren ungezählter Bembel in der Hessenkneipe Frau Rauscher im Prenzlauer Berg. Am nächsten Tag wurde dann noch die Grie Sooß gemeinsam zubereitet und verspeist und dabei Pläne für neue Aktivitäten geschmiedet.

Herausgekommen ist unter anderem die Idee, in Berlin selbst einmal den eigenen echten Äppelwoi zu keltern. Hierzu holten sich Lore und Bernd in Maintal bei Ebbelwoipapst Jörg Stier fachmännische Anregungen, die dieser übrigens auch gerne bei einer Ebbelwoitour in Hessen oder bei einem Besuch in Berlin an Interessierte weitergeben würde.

Als Generalprobe für ein tolles hessisches Ebbelwoikeltereifest in Berlin versafteten nun in den letzten Augusttagen Gabi und Niko in ihrem Garten in Tegelort 38 kg Äpfel aus einer Laubenkolonie in Plötzensee, die in einem Holzleiterwagen zum Auto gebracht wurden.

Weil Fallobst viele Faulstellen hat, musste kräftig geschnippelt werden. Der Abfallberg wurde immer höher und die Wespen immer aufdringlicher. Aber die Kelterer ließen sich nicht aufhalten und pressten die Apfelstücke mit einem normalen Haushaltsentsafter zu insgesamt 12 Liter Saft, der erst einmal filtriert und in 5 l Plastikflaschen abgefüllt wurde. So konnte sich über knapp 2 Tage immer mehr Maische absetzen. Schließlich wurde der Saft vorsichtig in einen 15 Liter Glasballon umgefüllt und mit dem wichtigen wassergefüllten Gärkolben verschlossen, so dass kein Sauerstoff eintreten und die Gärgase austreten können. Nun blubbert es bei Gabi und Niko im Keller und Niko genießt es nach Feierabend seine Nase über den Gärkolben in Position zu bringen, wenn der Blubb wieder all seine  Gefühlsnerven erzittern lässt und die Hoffnung steigt für den in ca. 8 Wochen fertig gereiften „echte aanzisch wahre und guude“ selbstgemachte Ebbelwoi.

Die Hessebuwe Niko und Bernd sind sich einig, dass dies nicht ihre letzte Aktion ist, sie sind sowieso überzeugt, dass auch in Berlin kein Weg an Hessen vorbei führt und die Hesse auch in Berlin manches gemeinsam auf die Beine stellen können.


3. Es ist wieder Zeit zum Keltern...

Der beim ersten Versuch im letzten Jahr gekelterte Ebbelwoi ist längst ausgetrunken, umso gespannter warteten Gabi und Niko auf die reifen Äpfel der Saison 2016. Jetzt war es wieder so weit und die beiden konnten wieder im eigenen Garten ihre Utensilien auspacken und zur Tat schreiten. Sie keltern nach der klassischen Bauernmethode, d.h. nur der Saft der Äpfel kommt in den Ballon – sonst keine Zutaten. Da hilft dann die Erkenntnis, dass ein Apfelwein nur gelingt, wenn einem die Engel helfen. Gabi ist ja so ein blonder Engel, deswegen reinigt sie vorher gründlich die Ballons mit Corega-Tabs, siebt den Saft und lässt ihn dann 1-2 Tage in Plastikflaschen ruhen. Danach wieder sieben und dann in den Ballon umfüllen, natürlich den Gärkolben drauf. 1-2 Tage entfällt dann das Fernsehprogramm, denn Niko und Gabi schauen gespannt auf den gärenden Saft und den entweichenden Blubberbläschen, die im immer schneller werdenden Takt sich bilden.
Gabi wäre kein Engel, wenn sie nicht wüsste, dass man aus dem Ausgesiebten noch köstliches Gelee machen könnte, das einen ganz intensiven Apfelgeschmack verbreitet.  Man kann gespannt sein, was die Beiden auf den nächsten Hessen Stammtisch am 3.11. mitbringen werden...


2. So werd de Käs’ gesse

Es gibt mannigfache Gelegenheiten sich selbst als Neuling der Hessischen Lebensart zu entlarven. Ob der Bembel ‚Krug’ genannt wird oder das Gerippte ‚Apfelweinglas’, es sind eindeutige Hinweise darauf, dass der- oder diejenige noch einige Lehrjahre vor sich hat. Genauso verhält es sich mit gewissen Ritualen in der Ebbelwoi-Wertschaft. Wenn Platz ist auf der Bank wird sich ‚debei’ oder auch nur ‚bei’ gesetzt, es wird zwanglos ‚gebabbelt’, das heißt, über alles geredet außer Beruf und Politik. Man ‚petzt’ ein ‚Schobbe’ oder auch mehrere miteinander und genießt die Hessische Küche. Hier aber Obacht! Ist der Hesse durchaus mit dem Umgang von Messer und Gabel vertraut, kommt diese Kenntnis beim Handkäs’ nicht zum Tragen. Wie der US-Amerikaner grundsätzlich alle Gerichte nur mit der Gabel verzehrt, verspeist der Hesse den Handkäs’ – und nur den Handkäs’ – ausschließlich mit dem Messer. Das Brot wird – mit dem Messer – mit Butter bestrichen, es wird – mit dem Messer – ein passendes Stück Handkäse abgeschnitten und aufgelegt, abschließend werden – mit dem Messer – Zwiebeln und Musik auf dem Stück Käse verteilt. Dann wird abgebissen und alles beginnt von vorne.

 

Mein persönlicher Tipp für eine Wirtschaft mit gutem Handkäs, der auch  in verschiedenen Variationen zubereitet wird, ist die Weinstube und Vinothek  "WEINKOST" in der Pariser Straße 15 in 10719 Berlin. Hier werden Rheingauer Spezialitäten aus der Küche und dem Keller in angenehmer Atmopshäre serviert. Für Raucher gibt es einen Nebenraum.


1. So mach ich die Grie Sooß...